Popkomm Reggae Festival 2005
 
Popkomm Reggae Festival 2005

Der Abend des 16ten Septembers sollte ein Heißer werden, zumindest auf dem Gelände der Berlin-Arena. Denn die jährliche Popkomm-Messe hatte zum Popkomm Reggae Festival 2005 gerufen und Artists aus aller Herrenländer sollten erscheinen.

Mit dabei waren die “Cheese Vibes”, die innovative und kreative Reggae Band aus Wien ließ die Herzen und den Offbeat härter schlagen. Ihre Texte sind gesellschaftskritisch und auf englisch bzw. Patios und deutsch. Vielleicht war es das Glück des ersten Acts, oder vielleicht war es doch eher die Kunst die Leute von der ersten Minute an mitzureißen. Denn die Jungs aus Österreich schlugen ein wie eine Bombe und waren wahrscheinlich eines der großen Überraschungen des Abends, jedenfalls für Reggae Liebhaber die die Truppe bisher nicht kannten. Mir rauen Patios Lyrics überzeugten Sie die Massive und hinterließen einen super Eindruck. Leider war am Ende wegen des strengen Terminplanes keine Zeit für eine Zugabe.

Zwischen den Acts, rettete und moderierte Berliner Jung, Reggaeartist und Produzent Ganjaman sympathisch über die freie Zeit. Dafür das es sein Moderatorendebüt war, machte er es sehr gekonnt. RIGHT!

Als nächstes spielte die “Dub Incorporation” aus Frankreich. Ausgezeichnet mit dem special Preis für Newcomer, startete diese Band ihre Musikkarriere. Dynamisch, sympathisch, kreativ... Und mit einer unglaublichen Stimmengewalt startete die Gruppe Ihren Auftritt. Die beiden Sänger wechselten sich gut abgestimmt ab und kombinierten sehr sympathisch und souverän. Ein durchweg kraftvolle Performance hinterließ ebenfalls einen bleibenden Eindruck.


Nun sollte eine Band kommen dessen Name für die meisten noch sehr unbekannt klang. “Kana”, sind derzeit die erfolgreichste Reggae band in Frankreich. Ihre Mischung aus Reggae-Riddims, senegalesischen Kora´und Salsa-Grooves und die zuckersüße Stimme des Sängers laden zum tanzen und träumen ein. Derzeit ist Ihre Aktuelles Album “Entre Frères“ in den Plattenläden am Start und sollte ein würdiger Nachfolger des Debütplatte „Kana“ werden.



Ein junges Talent aus der Karibik, genauer gesagt aus Barbados, ist mit seinem Mix aus Soca, Reggae und RnB ein super Live Performer, „Magnet Man“ sein Name. Mit seiner silbernen Kutte wirkte das ganze Ding zunächst wie eine Scifi Show doch mit seinem Gesang überzeugte er die Massive und präsentierte eine nette Performance.


„Morodo“ betratt als nächstes die Bühne. Jamaika lebt auch in den europäischen Herzen, so auch in Spanien und ganz besonders bei Morodo spürt man die Reggae Vibes. Mit seinem Mix aus Raggamuffin, Reggae Musik und HipHop Elementen hat sich Morodo einen Platz in der spanischen Reggae Szene erobert.

Anfang der 90er Jahre machte ein Künstler von der Insel (UK) auf sich aufmerksam, der auch gerne auf den Namen Mr. Boomchackalack hörte. Die Rede ist von „Apache Indian“. Seine Mixturen aus Reggae und Bangra verhalfen Ihm zum Ruhm. Nun kehrt der „Don Raja“ des Reggaes zurück, mit seinem neuen Album „Time For Change“.

Kurzer Auftritt langer Sinn, Gunjah „ Jah Hope“ Deluxe* alias Kay G. kam im Oktober 2002 nach Berlin. Nach einer langen Reise endlich in unserer Hauptstadt angekommen, beschloss er, sich auf jeden Fall hier anzusiedeln. So tourte der Sänger und Tänzer durch unsere Stadt. Im Sommer 03 lernte er durch Zufall im Eingang 28 das Soundsystem Yardcore Sound, ( damals noch Bam Bam Movement) in dem er bis heute noch fest integriert ist, kennen. Zusammen mit Yardcore zieht Gunjah Deluxe* mit atemberaubenden Shows durch Berliner Clubs und andere Städte Deutschlands. Mit Reggaemusik aufgewachsen, ist er aber auch bekannt dafür, dass er seine Stimme in den verschiedensten Musikrichtungen, wie z.B. Soul, Jazz, R`n`B, aber auch orientalischen Style, House und Goa präsentiert. Die Bandbreite seines Stimmenvolumens ist so groß, dass er in seine eigenen, recht vielseitigen Styles, über zehn Stimmen, die er sicher beherrscht einbauen kann. Richtig spannend wird es erst dann, wenn er die Vielzahl seiner Styles und Stimmen immer wieder variiert, und das meist auch noch in nur einem Song.

Nachdem es dann schon einige Besucher ins Bett verschlagen hatte, wurde es dann nach einer kurzen Umbauvase noch mal richtig heiß. Ganjaman kündigte die jamaikanischen Urgesteine „Daddy Feddy“ und „Bongo Chilli“ an. Daddy Freddy der Pionier des Raggamuffins kam bereits viermal ins Guiness Buch der Rekorde, als schnellster Sänger der Welt! Sein klassischer Dancehall- Style baut musikalische Brücken zwischen den 80´ern , 90´ern und dem neuen Jahrtausend. Bongo Chilli präsentierte eine energiegeladene Bühnenshow . Sein Mix aus Dancehall, HipHop und Dub, kombiniert er mit seinem „New Style“ Gesang. Unter anderem produzierte er mit Rootsman den Song „Read your Bible“.

Am Ende des Festivals blieb die Erkenntnis, eines gelungenen gemütlichen und hoffentlich wiederkehrenden Reggae Events.
Das I-Wayne leider abgesagt hatte, juckte im Nachhinein keinen mehr so wirklich, obwohl ich Ihn persönlich sehr gerne gesehen hätte. Naja dann auf ein neues im nächsten Jahr!? Hoffentlich!

Bless Up Apache Indian, Cheese Vibes, Dub Incorporation, Magnet Man, Morodo, Bongo Chilli, Daddy Freddy, Gunjah Deluxe, Kana, Ganjaman, Grooving Smokers Team!
 




 










 
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