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Mellow Mark und der Pyro auf der Hoppetosse |
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Fühlst du den Vibe, fühlst du den Beat, hörst du den Dread auf der
Seite von Mellows Gitarre, siehst du den unsichtbaren DJ und was ist eigentlich “Revolution aus dem Inneren”?
Wenn man nicht gerade Berliner ist und sich nicht so oft auf dem Gelände der
Arena-Berlin aufhält, dann kann man wohl auch nur wenig mit dem Begriff “Hoppetosse” anfangen. In längst vergangenen Tagen, so munkelt man, diente dieses Objekt Piraten, die auf hoher See Jedem das fürchten lehrten.
Ein Schiff, ein Boot oder sogar....? Ach was eine Location wie sie gemütlicher nicht sein könnte. Am Arena-Dock liegt Sie, die alte aber immer noch strahlende
“Hoppetosse”, und der Abend des 16. Septembers des Jahres 2000 und 5 sollte ein ganz besonderer für die Passagiere dieses Bootes werden. Um ca. 1.05 Uhr nahm das IBK Tride Soundsystem die letzte Platte vom Teller um Platz zu machen für ein Soundsystem wie es wahrscheinlich einmalig ist in Deutschland. Es war Zeit für das “Streetsoundsystem”. Die Seiten von Mellows Gitarre erklangen, Pyro erschien zunächst hinter den Turntables und ein dritter im Bunde war am Start, DJ Invisible, zu Ihm später mehr.
Und plötzlich fragten sich alle Anwesenden, “was geht ab mit der Liebe?” Um gleich schon einmal klar zustellen, über Politik zu singen, heißt nicht politisch zu klingen und um die Songs von Mellow und Pyro zu beschreiben, fehlen selbst mir die Worte und deswegen kann Ich auch nur wiederholen “muss man hören, kann man nicht drüber reden”! Naja jedenfalls war die Stimmung direkt am über kochen und die “Hoppetosse” am wanken und schwanken. Pyro stieß nun mit dazu
und rappte in harmonisch abgestimmter Kombination mit Mellow gemeinsam auf die Riddims. Nach Songs wie “Mi Casa”, war es dann irgendwann Zeit für “Dein Wort in Gottes Ohr”. Von Zeit zu Zeit schaute Ich durch das Bullauge nach draußen um sicher zu gehen das wir noch über Wasser waren. Nur zur Sicherheit denn die Party ging dermaßen ab, dass die Meisten sogar den Aufritt von “Apache Indian” in der Arena selbst vollkommen ignorierten. Nur ein weiterer Beweis dafür, dass die Beiden live absolute Spitzenklasse sind! DJ Invisible spielte als nächstes auf den Tables einen Reggeton Riddim an, Mellow kündigte darauf “Dein Wort in Gottes Ohr” an! Sang den ersten Verse auf den Riddim bevor DJ Invisible dann zum Original wechselte. Jedes einzelne Wort des Tracks wurde mit gesungen (ich sage NEIN zu Slebstmordattentäter-quatsch-quatsch...
ja zu friedlichen Muslimen auf der hadj-hadj...
nein zu Billig-Boulevard-Presse-klatsch-klatsch...
ja zu peace, denn Gewalt is too much-much...
wir sagen nein zu Rassentrennung und Fremdenhass-hass...)
,die Stimmung war am Höhepunkt, aber eigentlich war Sie das schon von Anfang an. Die Beiden lernten sich auf St.Pauli kennen, habe Ich nicht gewusst, na jedenfalls hieß das nächste Lied Kiez.
Als der Vorhang fiel und eine Jacke aus dem Publikum den Bühnenscheinwerfer verdunkelte, wurde sehr höfflich aber verdammt laut um eine Zugabe gebeten, die man auch erhalten sollte. Es war Zeit für “Weltweit”. Die Massive übernahm den Chor und preschte nach jeden Verseabschnitt das Wort Weltweit in die Runde( Weltweit US-amerikanisches Fastfood
Weltweit amerikanisches Gedankengut...Weltweit, US-amerikanische Sprachflut...Weltweit, US-AmArschKult...Weltweit, US-amerikanisches Fernsehen...Weltweit, US-amerikanisches Erbgen...Weltweit, US am Arsch vorbeigehn...Weltweit, Warten auf amerikanische
Taten...Weltweit, Warten auf arabische Psychopathen...Weltweit, Warten auf Öl aus Emiraten und Geldgeil Warten auf den Weltstaat). Spätestens ab diesem Moment war die Seele frei von allen babylonische Einflüssen und man fühlte sich absolut frei und unter einer Masse von Freunden die jeden Teil des Lyric mitsangen. Eine freie Seele eine Soul Revolution ging durch die Massive, als der nächste Riddim schlagartig aus Mellows Gitarre sprang. „Revulotion“ sollte sich auf der Hoppetosse breit machen und die Aufforderung, (Revolution comes from the inside not from the outside), zur Inneren Revolution sollte umgesetzt werden am gleichen Abend oder vielleicht auch erst ein paar Tage später. Denn ich glaube Niemand ging am Ende von Bord ohne sich Gedanken zumachen über Sich und über Welt in der wir leben. Dank Pyros und Mellow Marks Lyrics werden wir vielleicht nicht zu besseren Nation aber vielleicht individuell zu besseren Menschen! Maybe! Der Auftritt fand schließlich sein Ende, und wer wollte ging mit den Beiden noch auf ein Bierchen oder Plauschchen.
Ps: DJ Invisible ist einfach nur Luft, wenn du mit dabei warst, weißt du was ich meine! Wenn du nicht mit dabei warst, vordere ich dich auf, zum nächsten Streetsoundsystem Konzert zu gehen.
Bless Up Mellow Mark and Pyro!
Text und Fotos: Stevie Azizam
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