|
|
|
|
| |
Jahcoustix & Dubios Neighbourhood in Bad Reichenhall 2006 |
| |
Jahcoustix & Dubios Neighbourhood in Bad Reichenhall am 10. März 2006
„We are stepping, stepping, steppung forward in this time!“
Das letzte Mal noch Support der ‘Söhne Mannheims’, kamen Jahcoustix & Dubios Neighbourhood dieses Mal im Rahmen ihrer ‚Appreciation-Tour’ alleine ins ‚Magazin4’ der alten Saline von Bad Reichenhall.
Mit ca. 20 Minuten Verspätung enterten die Mannen um Frontmann Jahcoustix die kleine Bühne der vollen Halle und gaben gleich beim ersten Lied alles, und die rund 300 Leute auch. Sah man um sich freudige Gesichter, so musste
man beim Tanzen nur den Blick auf die Bühne nicht verlieren, um festzustellen, dass auch die Musiker ihren Spaß hatten. Der kleine Herr am Mikro hörte gar nicht mehr auf zu strahlen, und wenn, dann nur weil der zu
singende Text gerade eine nicht-kompatible Mundbewegung erforderte. Schon nach den ersten 2-3 Liedern floss bei allen der Schweiß in Strömen und wen die 5 bis dahin noch nicht gekriegt hatten, den schnappten sie sich
spätestens mit dem Song ‚Eastleigh Livity’, das dem Mann gewidmete ist, der Jahcoustix (damals noch Dominik Haas) zum Roots-Reggae brachte, und der heute in Kenia im Gefängnis sitz, weil er Systemkritisch war. Alle, die Jahcoustix und/oder Dubios Neighbourhood schon mal live gesehen haben, werden diesem Mann ewig dankbar sein, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die im Laufe des Songs entstehenden, guten Vibes aller nach Afrika geschickt wurden, denn „diese Energie ist unendlich!“Natürlich fehlte auch ‚Uprise and Shine’, Ring a Ding a Dong’, ‚Roots
Rockin’ und ‚Wellenreiter’ nicht im Repertoire. Nachdem sich das Publikum während dieses Songs rege eingebracht hatte, wurde es danach in drei Gruppen aufgeteilt, die zusammen einen dreistimmigen Chor bilden sollten. Sollten. Denn obwohl Kapellmeister Jahcoustix die Töne vorgab war das Ergebnis nicht wirklich erbaulich. Aber wir abreiten dran. Ehrenwort!
Wie auch immer, bevor man sich nach einer Zugabe verabschieden wollte, wurde noch der Song ‚Salam aleikum’ (arabisch: ‚Friede sei mit dir’) gespielt, der
„…noch vor diesem ganzen Karikaturen-Irrsinn entstanden ist.“ Und der Sänger erntete die volle Zustimmung des Publikums, als er besagte Kariakuren als respektlos anprangerte und verlangte, dass wenn schon, alle Religionen
in eben solchen vorkommen sollten, damit nicht immer nur über eine hergezogen wird. Laut der Set-List sollte danach Schluss sein, aber man ließ sich nicht lange bitten, und kam noch einmal auf die Bühne, um spontan noch ein paar Lieder zu spielen. Unter anderem zwei, die auf dem neuen, für Herbst geplanten Album (voraussichtlich ‚Grounded’) sein werden. Und eines, ‚Better Man’, erlebte sogar eine Uraufführung, denn „The love of Jah, the love of Allah,
the love of Buddah, (...) can make an good man even better!”
Und selbst nach Ende des gut 1 ½ stündigen Konzerts war noch lange nicht Schluss. Denn Band und Sänger ließen es sich nicht nehmen, sich nach einer kurzen Verschnaufpause unter die Zuschauer zumischen, und am Merch-Stand und
der Bar des Hauses Autogramme zu schreiben und sich mit den verbliebenen Leuten zu unterhalten. Und seine Mütze zu verschenken, allerdings an die Bedingung geknüpft, dass er sie in 10 Jahren oder so wiederhaben will.
Auf diesem Weg sage ich also noch mal Danke für den geilen Abend (wie gesagt: eines meiner persönlichen Top3), and Blessings again! See you in autumn.
Und alle die Jahcoustix & Dubios Neighbourhood noch nicht live gesehen haben: Geht hin, sobald sich euch die Chance bietet!
Text und Fotos: Mareike |
| |
|
|
|
| Unsere Partner und Förderer |
|
| © 2005 - 2026 by REGGAE NATION GERMANY | Impressum | Kontakt |